Nachhaltig Bauen mit Beton
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Nachhaltigkeit als Leitbild politischen Handelns

Die nachhaltige Entwicklung besitzt weltweit als Leitbild für die Zukunft eine herausragende Bedeutung. Dieses Grundprinzip ist inzwischen auch fest in das politische Handeln der Bundesregierung integriert (s. a. www.bundesregierung.de, "Dialog Nachhaltigkeit"). Im Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, der im Herbst 2008 durch das Bundeskabinett verabschiedet werden soll, wird das Leitbild der Nachhaltigkeit für die verschiedenen Politikfelder, wie z. B. Klima und Energie, Rohstoffwirtschaft, demografischer Wandel, Verkehr, Konsum und Bildung sowie Forschung und Entwicklung konkretisiert. Eine wesentliche Forschungsplattform der Bundesregierung stellt das Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltigkeit FoNa (www.fona.de)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) dar, das in den vier Aktionsfeldern "Wirtschaft", "Regionen", "Ressourcen und Gesellschaft" innovative Technologien und Strategien für eine nachhaltige Entwicklung zu fördert.

Das Bauwesen als weiteres wichtiges Aktionsfeld nimmt in diesem Leitbild eine besondere Stellung ein, da es wesentliche Bedürfnisse des Menschen wie Wohnen und infrastrukturelle Bedürfnisse befriedigt und zugleich große wirtschaftliche und für die Umwelt relevante Aufwendungen damit verbunden sind. Beispielhaft genannt sei der große Anteil der Gebäudenutzung von über einem Drittel am Endenergieverbrauch in Deutschland und damit auch der große Beitrag zur Emission von CO2 und damit zum Treibhauseffekt, der ein zentrales Thema in der Nachhaltigkeitsdiskussion darstellt. Folgerichtig wurden wichtige Aktivitäten initiiert, durch die das nachhaltige Bauen gezielt unterstützt und verwirklicht werden soll. Dazu gehört die Herausgabe des Leitfadens „Nachhaltiges Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) [1] im Jahr 2001 als der in Deutschland bedeutsamste Schritt.

Der Leitfaden wird derzeit durch das Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung (BMVBS) weiterentwickelt und soll zukünftig neben der Festlegung von Zielwerten und Indikatoren auch Zertifizierungsregeln enthalten, um die Bundesbauten damit bewerten zu können. Die dazu erforderlichen Basisdaten, u. a. für die Ökobilanzen, sollen weiterhin in einer Datenbank zusammengefasst und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Über die Bundesbauten und über Deutschland hinaus will die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Bauwerke auf ihre Nachhaltigkeit bewerten wie es durch ausländische Zertifizierungssysteme schon praktiziert wird. Internationale Normungsgremien auf ISO- und auf CEN-Ebene beschreiben die Grundlagen nachhaltigen Bauens. Letztlich wird das nachhaltige Bauen durch die einzelnen Bauweisen konkret umgesetzt werden müssen.

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© Institut für Werkstoffe im Bauwesen; Universität Stuttgart; Dr.-Ing. Joachim Schwarte; Oktober 2008